Gasthaus Waller

Gasthaus Waller in Oberaudorf

Ein Traditionsgasthaus von 1749 im Ortsteil Reisach, direkt neben dem Karmeliterkloster. Wir betreiben es seit Mai 2023 als Wirtshaus und als Veranstaltungsort.

Für welche Anlässe

Firmenfeiern, Tagungen und Seminare, Hochzeiten, Geburtstage und Familienfeiern. In der historischen Gaststube mit Kreuzgewölbe, im Nebenraum oder im Biergarten.

Platz und Ausstattung

100 Plätze in der Gaststube, 20 im Nebenzimmer, 150 im Biergarten. Küche, Service und Technik kommen von der holger moll eventgroup, Sie haben also einen Ansprechpartner für Raum und Bewirtung.

Biergarten

Bei schönem Wetter am Wochenende geöffnet, mit Schmankerln vom Grill und heimischer Musik.

Sagen Sie uns Anlass, Datum und Gästezahl – wir machen einen Vorschlag.

#traditionell-charmant

Impressionen aus dem Waller

Chronik

Recht weit muss man in der Chronik von Reisach zurückblättern, um die »Anfänge« des heutigen Traditionsgasthaus Waller zu entdecken.

Eine enge Verbindung bezüglich der Entstehung des Gasthauses findet sich mit der Geschichte des naheliegenden Karmeliterklosters Reisach und reicht bis Mitte des 18. Jahrhunderts zurück.

Als Begründer des Gasthauses gilt der zu Reichtum und Titel gekommene »Wirkliche Hofkammerrat« Johann Georg von Messerer, ein geschäftstüchtiger Brauereisohn aus Bad Aibling und seine Frau Maria Klara Kern, die auch als Stifter des Klosters hier Geschichte schrieben.

Als Brauereisohn war es wohl fast selbstverständlich, dass beim Bau von Kloster und Kirche gleich ein Gasthof und eine Landwirtschaft mit eingeplant wurden. Und zu dieser Zeit war ein Gasthof fast eine kleine, eigene Gemeinde. Musste doch jede Arbeit händisch durchgeführt werden und dazu waren eben viele Hände notwendig.

Mittlerweile stehen die ehrwürdigen Gemäuer des Klosters, aber auch die des Gasthauses in Reisach schon über 270 Jahre und wenn Mauern erzählen könnten, gäbe es bestimmt unzählige »Wirtshausgeschichten« über das Leben anno dazumal. Doch wie wir alle wissen, bewahren Mauern ihre jahrhundertealten Geheimnisse für sich.

Aber als guter Wegweiser zum idyllisch gelegenen Gasthaus sind die Mauern allemal zu »gebrauchen«, vor allem die des alles überragenden Reisacher Kirchturms.

Seit der Jahrhundertwende bewirtschaftet die Familie Waller das stolze Anwesen, hat ihn geprägt und den Namen gegeben. Eine wechselvolle Geschichte ist mit dem Gasthaus eng verbunden, war von Höhen begleitet, blieb aber auch von Tiefen nicht verschont.

So verwandelte ein verheerendes Großfeuer in einer Oktobernacht 1985 das stolze Anwesen in eine Ruine, der Dachstuhl brannte völlig aus. Nur Schuppen und Stallungen kamen einigermaßen glimpflich davon. Mit tatkräftiger Mithilfe der ganzen Nachbarschaft wurde das Gasthaus wieder aufgebaut. Dabei legte die Familie
Waller in traditionellem Bewusstsein großen Wert darauf, das Mauerwerk aus Findlingen und Ziegeln Baujahr 1749 möglichst originalgetreu wiederherzustellen.

So präsentiert sich das Gasthaus Waller heute noch so wie einst, mit stolzen Außenmauern und einer unverändert großzügigen Raumgestaltung, wodurch die urgemütliche Gaststube ihre einmalige Atmosphäre behielt.

»Wer das erste Mal die in der Mitte geteilte Haustür öffnet, das Kreuzgewölbe durchschreitet und die Gaststube betritt, dem bleibt vor Staunen der Mund offenstehen: Die Stube ist ein wahres Kleinod. Ach wären doch alle bayerischen Dorfwirtshäuser sich so treu geblieben!«, beschrieb die Münchener Abendzeit im Januar 1990 in ihrer Serie über Landgasthöfe in Bayern. Damit wären wir auch schon in der Gegenwart angelangt, die Anfang 2005 mit einem Generationenwechsel in der Führung des Gasthaus Waller einhergeht.

Denn Tochter Anna Armborst übernahm am 1. Januar 2005 das »Zepter« und führte in guter, alter Gastwirtefamilientradition dieses gastronomische Kleinod bis 2018.

Seit Mai 2023 leitet nun Holger Moll und sein Team die Geschicke dieses besonderen Hauses.